Gute Vorsätze

Geschrieben von:Liesa Nagel auf . Veröffentlicht in 1. Selbstführung, 2. Selbstmanagement

Bald ist wieder ein Jahr vorbei. Ein Jahr voll guter, aber auch schlechter Erinnerungen und Ereignisse. Und aufgegebener Vorsätze.

Denn wer kennt es nicht? Das Dilemma mit den guten Vorsätzen. In der Silvesternacht euphorisch gefasst, sind viele davon Ende Januar schon wieder vergessen.

Heute möchte ich Ihnen eine Methode vorstellen, wie das vielleicht auch bei Ihnen bald der Vergangenheit angehören kann!

Gute Vorsätze und die Disziplin, sie durchzuhalten

Statistiken beweisen: Gerade einmal die Hälfte der Deutschen hält Vorsätze durch!

In der Psychologie nennt man dieses Verhalten Prokrastination, im Volksmund auch als Aufschieberitits bekannt. Mehr zum Thema lesen Sie: hier
Dabei wird Unangenehmes immer wieder aufgeschoben. Denn für uns Menschen als Gewohnheitstiere ist es sehr schwer alte Rituale und Verhaltensweisen zu durchbrechen. Das kostet uns einiges an Überwindung und Kraft. Es ist gar nicht so leicht, sich aus der eigenen Komfortzone zu quälen, in der alles überschaubar und gemütlich ist. Kein Wunder also, was eine Forsa-Studie für 2011 ermittelte: Gerade einmal die Hälfte aller Deutschen hält ihre guten Vorsätze länger als drei Monate durch, wobei Frauen ein klein bisschen mehr Ausdauer zeigen: Sie schneiden mit 52 zu 47 Prozent besser ab als die Männer.

Veränderungen kosten vor allem Willenskraft.

Seine Vorsätze durchzuhalten verlangt Disziplin und Konsequenz. Schnell, viel zu schnell vertagen wir Dinge und fallen wieder in alte Muster zurück. Sie sind vertraut, und häufig bringen sie auch sofortige Befriedigung: der Zucker im Schokoriegel, obwohl es auch eine Banane getan hätte. Aber die Schokolade war halt da, und das Obst hatten wir nicht zur Hand. Es reicht ein Regelbruch wie dieser und schon sind wir frustriert – und unsere guten Vorsätze geraten ins Schwanken.
Denn eigentlich kennen wir unsere Verführer. Wir wissen, was gut für uns wäre. Trotzdem ist vielen von uns das konsequente Umschalten auf neue, bessere und/oder gesündere Lebensgewohnheiten beinah unmöglich.

Nicht verzweifeln!

Und hier kommt mein Hoffnungsschimmer für Sie, denn damit kann es jetzt vorbei sein!

Keine Rückschläge mehr, denn eine neue Methode aus der Motivationspsychologie verspricht, gewünschtes Verhalten zukünftig langfristig beizubehalten. Denn: Positives Denken allein führt nicht zum gewünschten Ziel. Im Gegenteil, positives Denken in Form von Fantasien kann sogar den gegenteiligen Effekt haben, wie einige Untersuchungen belegen: Diejenigen, die Wunschträumen nachhängen, engagieren sich nachher oft weniger. Sie haben unterm Strich weniger Erfolg.

Setzen Sie Ihre Vorsätze in die Praxis um!

Schritt Nummer 1: Beginnen Sie direkt 72 Stunden nach dem Fassen Ihres Vorsatzes, das erhöht die Erfolgsaussicht enorm. Denn wir wissen: Die Gewohnheit entscheidet über den Erfolg, nicht die Selbstdisziplin. 95 Prozent unseres Handelns läuft unbewusst ab. Der Trick ist nun die alte durch eine neue Gewohnheit zu ersetzen. Das klingt erst einmal ziemlich leicht und sie werden jetzt vielleicht stutzen und sich fragen, was das soll. Aber, glauben Sie mir, sich eine neue Gewohnheit anzueignen kostet auch ein wenig Energie. Zusammengefasst möchte ich, dass Sie ihre alte, negative Gewohnheit mit einer neuen, positiven „überschreiben“. Nicht, wie bisher immer, ersatzlos streichen. Sie werden sehen, bereits nach etwa 21 Tagen Üben haben sich Ihre neuen Gewohnheiten gefestigt.

Setzen Sie sich realistische Ziele!

Schritt Nummer 2: Es ist sehr wichtig, dass Ihre anvisierten Ziele realistisch sind. Versuchen Sie im Vorhinein Hindernisse zu erkennen und, wenn möglich direkt, zu beseitigen. So entwickeln Sie bereits im Vorfeld handhabbare Lösungsstrategien, um kritische Situationen, die das eigene Vorhaben torpedieren, sicher umgehen zu können.

Vom Wunsch nach Veränderung hin zum aktiven Handeln!

Schritt Nummer 3: Keine Ausnahmen sondern Alternativen! Und zwar nach Plan!
Machen Sie sich vorher Gedanken über Ihre neuen Gewohnheiten. Ein Beispiel: Sie wollen drei Mal die Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit, aber – gerade im Herbst und Winter – ist Ihnen das Wetter zu schlecht?
Ihr Alternativplan: Gegen Sie stattdessen nach der Arbeit ins Fitnessstudio auf den Crosstrainer, oder besorgen Sie sich ein solches Gerät für zu Hause!

Also: Keine Angst vor dem inneren Schweinehund. Er mag zwar ein starkes, mächtiges Tier sein. Aber Sie können es schaffen, ihn vom Hof zu jagen. Für sehr lange Zeit. Und wenn es richtig gut läuft, für immer.

 

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Kommentare (1)

  • Siegfried lechler

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    Hallo …… Ich bin 76 und habe mein ganzes Leben lang viele Dinge versucht zu ändern, und es klappt so wie sie schreiben, bis…. ja bis der äußere Schweinehund, die Probleme die durch Umstände kommen einem einen Strich durch die Rechnung macht, oder Kraknheiten oder ein böser Nachbar….dann zeigt sich der zähe Mensch dann heißt es Geduld üben und es ist sau-schwer…..Oskar Schellbach schreibt…mit Willenskraft alleine ist dann nicht zu schaffen dann muss man die Seele, den Geist im Unterbewusstsein programmieren durch Autusuggestion… und es hilft…wirklich

     

    tschaauuu  siegfried

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